Wir setzen auf unserer Website Cookies ein. Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden. Darüber hinaus setzten wir weitere Verfahren ein, um auf pseudonymisierter Basis Nutzeraktivitäten analysieren zu können. Einzelheiten hierzu und zu den Möglichkeiten eine solche Nutzung einzuschränken, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Stärke Dein
Immunsystem

Das Immunsystem – der Hüter unserer Gesundheit

Im Alltag sind wir permanent zahlreichen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Dies stellt besondere Anforderungen an unsere Abwehrkräfte. Neben beruflichen und privaten Belastungen müssen wir hin und wieder auch Krankheiten bewältigen. Dabei spielt unser Immunsystem eine zentrale Rolle. Deswegen ist es höchste Zeit: Liebe Dein Immunsystem!

Was genau ist eigentlich das Immunsystem und warum ist es so wichtig?

Das menschliche Immunsystem ist ein hochkomplexes und sensibles Netzwerk, das sich über unseren gesamten Organismus erstreckt. Als körpereigenes Abwehrsystem besteht seine Aufgabe darin, Erkrankungen zu bekämpfen und auf diese Weise unsere Gesundheit zu erhalten. Dabei wehrt es Bakterien, Pilze und Viren ab, setzt sich mit Umweltschadstoffen auseinander und ist darüber hinaus maßgeblich an der Wundheilung beteiligt.

Vereinfacht gesagt ist unser Immunsystem ein Art „Körperpolizei“, die immer dann einschreitet, wenn es zu negativen Einflüssen auf unsere Gesundheit kommt. Denn oberstes Ziel unseres Immunsystems ist es, schädliche Eindringlinge abzuwehren und so unseren Körper nachhaltig und langfristig gesund zu halten.

Wie genau funktioniert unser Immunsystem?

Die Bekämpfung von Erregern erfolgt durch zwei Strategien, die sich gegenseitig ergänzen:

1) die unspezifische Abwehr (angeboren)

Dieser Abwehrmechanismus ist von Geburt an bei jedem von uns aktiv. Sogenannte Fress- und natürliche Killerzellen identifizieren einen in den Körper eingedrungenen Erreger als körperfremd, wie beispielsweise ein Virus oder ein Bakterium, nehmen ihn in sich auf und zerstören ihn im nächsten Schritt.

2) die spezifische Abwehr (erworben)

Dringt ein Erreger in unseren Körper ein, der aufgrund einer geschickten Tarnung nicht sofort als gefährliche Fremdzelle identifiziert werden kann, kommt das spezifische Immunsystem zum Einsatz. Abwehrzellen dieses Systems sind beispielsweise sogenannte B- und T-Lymphozyten. B-Lymphozyten markieren Erreger mit bestimmten Eiweißstoffen (Antikörpern) und machen sie auf diese Weise für die Fress- und Killerzellen der unspezifischen Abwehr kenntlich.

Ernährungspyramdide Immunsystem

Die Aufgabe unseres Immunsystems – einer für alle, alle für einen

Unser menschliches Immunsystem ist ein echter Multiplayer. In einem äußerst komplexen Zusammenspiel zwischen Organen und verschiedenen Zellen schützt es unseren Körper täglich vor unerwünschten “Eindringlingen“. Natürlich sind diese nicht alle schädlich für uns. Geht es jedoch um Krankheitserreger, wie Viren, Pilze oder Bakterien, schlägt unser Körper Alarm und die Immunabwehr wird aktiviert.

Welche Aufgabe hat unser Immunsystem?

Der Aufbau unseres Immunsystems ist so konzipiert, dass es in der Lage ist, verschiedene, sehr wichtige Aufgaben zu übernehmen. So unterscheidet es beispielsweise zwischen körpereigenen Zellen sowie fremden und unerwünschten. Darüber hinaus kann es krankhaft veränderte oder auch abgestorbene Zellen aufspüren und vernichten. Da alle Mikroorganismen über Antigene (spezielle Oberflächenstrukturen) verfügen, können die nicht erwünschten Eindringlinge von unserem Immunsystem identifiziert werden. Im nächsten Schritt werden dann spezifische Antikörper gebildet, die wiederum die Erreger bekämpfen.

An der Bildung, Entwicklung und Reifung der Zellen, die bei der Immunabwehr eine relevante Rolle spielen, sind sogenannte primäre lymphatische Organe wie das Knochenmark und der Thymus beteiligt. Ausgelöst wird dabei die Immunreaktion unseres Körpers durch die sekundären lymphatischen Organe, zu denen die Milz, die Rachenmandeln, unsere Lymphknoten und auch unser Darm gehören.

Unser Immunsystem – komplexer Aufbau, aber perfekt aufeinander abgestimmt

Erklärungen Gaumen undRachemnadeln Haut undSchleimhäute Milz Darm Knochenmark Lymphsystem

Die Rachenmandeln sind unsere „Türsteher des Immunsystems“

Als eine Art Frühwarnsystem der Immunabwehr könnte man unsere Rachenmandeln bezeichnen, da an ihnen, für bakterielle wie virale Eindringlinge, auf dem Weg in unseren Körper kein Weg vorbeiführt.

Haut und Schleimhäute als erste Instanz unserer Immunabwehr

Die erste Barriere ist unsere Haut. Genauer gesagt, der Säureschutzmantel unserer Haut. Befindet sich dieser nämlich in einem einwandfreien Zustand, ist er absolut undurchlässig für jegliche Art von Viren und Bakterien. Im Mund sorgt die Schleimhaut dafür, dass Erreger nicht unerwünscht eindringen – in der Nase wird die Schleimhaut dabei zusätzlich von Flimmerhärchen unterstützt.

Die Milz speichert und verbreitet immunrelevante Informationen

Unsere Milz übernimmt bei der Immunabwehr gleich drei wichtige Funktionen. Sie ist verantwortlich für die Vermehrung von Lymphozyten, die wichtig bei der Abwehr von Antigenen sind. Außerdem speichert sie Fresszellen (Monozyten) und sortiert alte, rote Blutkörperchen aus.

Der Darm als zentrales Element unseres Immunsystems

Mit einer Länge von acht Metern und einer Innenfläche von 400 Quadratmetern ist der Darm das größte Organ unseres Körpers. Eine der wichtigsten Aufgaben des Darms ist es, Nährstoffe aus der Nahrung aufzunehmen und in den Blutkreislauf zu schleusen. Er ist ein wichtiger Teil der Immunabwehr - 60 % aller Abwehrzellen (weiße Blutkörperchen) befinden sich im darmeigenen Immunsystem.

Unser Knochenmark

Im Knochenmark werden rote und weiße Blutkörperchen gebildet – zusätzlich auch Blutplättchen (Thrombozyten), die dafür sorgen, dass man bei einer Verletzung nicht verblutet. Bei den weißen Blutkörperchen unterscheidet man zwischen B- und T-Zellen. Im Gegensatz zu den B-Zellen, die zuerst in unserem Knochenmark und danach im lymphatischen Organen reifen, wandern die T-Zellen zur Reifung in den Thymus. Haben sie dort ihre Reifung erfolgreich abgeschlossen, sind sie in der Lage, Viren und Antigene zu erkennen. Ein toller Mechanismus: Besondere B- und T-Zellen entwickeln sich zu Gedächtniszellen und können bei erneutem Kontakt mit demselben Antigen sofort aktiviert werden. So kann innerhalb von Stunden eine Immunreaktion ausgelöst werden, die das Ausbrechen einer Infektion verhindert. Das funktioniert jedoch leider nicht immer, da unser Körper bestimmte Erkältungserreger nur unspezifisch abwehrt, so dass keine Gedächtniszellen gebildet werden können.

Optimal vernetzt mit dem Lymphsystem

Für den Abtransport von Erregern und entarteten Zellen ist unser Lymphsystem zuständig. Es besteht aus lymphatischen Organen und Lymphgefäßen, denen im komplexen Aufbau unseres Immunsystems eine weitere zentrale Rolle zukommt. Die Lymphknoten bilden ein Netz aus Gefäßen, welches wiederum das Gewebswasser in unserem Körper, die sogenannte Lymphe, filtert. Sind unsere Lymphknoten also geschwollen, ist dies ein eindeutiges Indiz für eine erhöhte Aktivität und somit für eine Infektion im Körper.